Neuigkeiten: Siemens baut die Struktur um

Der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hatte es ja schon kurz nach seinem Antritt angekündigt, den Siemens Konzern umbauen zu wollen. Ziel sei es stets, sich den Marktgegebenheiten anzupassen und profitabel zu bleiben. Dies solle zudem die Konkurrenzfähigkeit des Großunternehmens stärken. Besonders der harte Konkurrent seitens GE (General Electric) bleibt dabei im Visier, der auf vielen Märkten auf Augenhöhe ist. Auch dieser hatte kürzlich Umbaumaßnahmen einleiten müssen, die allerdings anscheinend noch nicht richtig greifen. Dieser ist nämlich als einer der langjährigsten Angehörigen im Dow Jones aus demselben herausgefallen. Abgelöst wurde er von einer Apothekenkette. Daran kann nicht nur der Anleger, sondern auch der normale Bürger erkennen, dass ein Stern am Himmel des Wirtschaftsbooms aufhören kann zu leuchten.

Dieser Gefahr möchte sich Siemens und somit Joe Kaeser stellen und Maßnahmen dagegensetzen. Mit dem Arbeitstitel „Vision 2020+“ geht nun der Vorstandschef ans Werk. Eine Teilaufgabe musste zunächst mit dem Abbau von circa 6.000 Stellen in der Kraftwerkssparte noch gemeistert werden, bevor es nun an seinen Masterplan herangeht. Es wird allerdings von Insidern nicht von einer Revolution, sondern eher von einer Evolution gesprochen. Als Inhalt soll nun die Spartenstruktur vereinfacht werden, die zwar bisher angekündigt war, aber noch nicht konkret definiert wurde. Nun soll die Sparte bezüglich der Automatisierung innerhalb der Prozessindustrie der „Digitalen Fabrik“ aufgehen.

Weiterhin soll die Sparte „Energy Management“ getrennt werden. Die Stromverteilnetze werden nun in die Gebäudetechnik eingegliedert und die Hochspannungsnetze werden mit der umsatzschwachen fossilen Kraftwerkstechnik zusammengeführt. Insgesamt sind Umbau- und Änderungsmaßnahmen Umbau bei Siemens bekannt, wie den Ausstieg 2009 aus der Computerherstellung.

Mit diesen Änderungen sollen höhere Margen erreicht werden, die Anleger auch zwischen 13 und 14% bezogen auf eine operative Umsatzrendite fordern.

Siemens selbst gibt für die unterschiedlichen Bereiche ebenso diverse Umsatzziele an. Die Windkraft unter Gamesa solle 5 bis 8 und dagegen die digitale Fabrik 14 bis 20% erbringen.

Es ist allerdings nicht alles publik zu den Umbaumaßnahmen und die Öffentlichkeit wartet noch auf nähere Details von Siemens.